INTIMACY COORDINATOR WEITERBILDUNG
Die nächste Intimacy Coordinator Weiterbildung startet am 21. November 2026. Bewerbungen sind bis 20. September möglich.
Wir freuen uns über Bewerbungen unabhängig vom Herkunftsland. Wichtig ist, dass gute Deutsch- und Englischkenntnisse vorhanden sind: Die Weiterbildung findet auf Deutsch und Englisch statt, da ein Teil der Referent:innen auf Englisch unterrichtet.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung an:
mail@culture-change-hub.de
Intimacy Coordinator begleiten Regie und Schauspielende dabei, intime Szenen mit klaren Abläufen, Vertrauen und gegenseitigem Einverständnis zu gestalten – von der Vorbereitung bis zum Drehtag. So entsteht ein Rahmen, in dem sich die Vision der Regie frei entfalten kann und gleichzeitig die persönlichen Grenzen und die private Sexualität der Schauspielenden geschützt bleiben.
Diese Weiterbildung findet in Kooperation mit dem Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) statt, der hohe Qualitätsmaßstäbe anlegt. Es ist uns ein Anliegen, die Teilnehmer:innen so gut wie möglich auf ihre Arbeit am Set oder am Theater vorzubereiten und sie mit dem Handwerkszeug für die porfessionelle Belgietung intimer Szenen auszustatten.
WELCHE VORAUSSETZUNGEN BENÖTIGEN DIE TEILNEHMER:INNEN?
Die Weiterbildung richtet sich an Schauspieler:innen, Regisseur:innen, Schauspielcoaches, Choreograf:innen sowie Stunt- und Kampfchoreograf:innen. Andere Professionen können nach Absprache teilnehmen.
Wir setzen langjährige Berufserfahrung sowie einschlägige Erfahrung in Körperarbeit voraus, z. B. in Contact Improvisation, Tanz, Kampfkunst oder einem vergleichbaren Körpertraining. Diese Basis ist wichtig, weil in der Weiterbildung selbst intensiv körperlich und praktisch gearbeitet wird – wer bereits ein geschultes Körperbewusstsein mitbringt, kann von Anfang an tief in die choreografische Arbeit einsteigen.
Ebenso wichtig sind gute kommunikative Fähigkeiten. Intimacy Coordinator vermitteln zwischen Schauspiel, Regie und Produktion und sorgen dafür, dass alle beteiligten Departments die relevanten Informationen erhalten, um eine Szene oder einen Drehtag optimal vorzubereiten. Diese Vermittlerrolle erfordert Klarheit, Diplomatie und die Fähigkeit, auch in sensiblen Situationen sicher zu kommunizieren.
WAS GEHÖRT ZUR BEWERBUNG?
Für die Bewerbung benötigen wir einen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben. Gerne können Sie zusätzlich Referenzen einreichen.
Aus dem Lebenslauf sollte Ihre Berufserfahrung sowie Ihre Erfahrung in Körperarbeit hervorgehen (siehe Voraussetzungen oben).
Im Motivationsschreiben interessiert uns neben Ihrer persönlichen Motivation vor allem: Welche beruflichen Erfahrungen bringen Sie mit, und inwiefern bilden diese aus Ihrer Sicht eine gute Grundlage für die Arbeit als Intimacy Coordinator? Da sich unser Angebot an bereits professionell tätige Personen richtet, ist dieser Bezug zu Ihrer bisherigen Praxis für uns besonders aufschlussreich. Beschreiben Sie außerdem, warum Sie glauben, gute kommunikative Fähigkeiten für die vermittelnde Rolle des Intimacy Coordinators mitzubringen.
Nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen laden wir eine Auswahl der Bewerber:innen zu einem persönlichen Gespräch ein, in dem auch offene Fragen geklärt werden können. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, ist es uns leider nicht möglich, mit allen Bewerber:innen persönlich zu sprechen.
WAS ERWARTET DIE TEILNEHMER:INNEN IN DER WEITERBILDUNG?
Der Fokus der Weiterbildung liegt auf der Praxis und dem szenischen Arbeiten. Den Schwerpunkt bildet der Präsenzunterricht mit 10 Tagen, ergänzt durch 18 Online-Module. Insgesamt umfasst die Weiterbildung damit 156 Unterrichtsstunden.
Die Weiterbildung versteht sich auch als Experimentierraum: Alle Teilnehmer:innen bringen ihre individuellen Stärken ein und entwickeln ihren eigenen professionellen Stil als Intimacy Coordinator.
Ergänzend zur Gruppenarbeit gibt es Eins-zu-Eins-Coachings innerhalb des Weiterbildungsprozesses – so kann gezielt auf die individuelle Entwicklung der Teilnehmer:innen eingegangen werden.
Wir arbeiten mit einer Vielzahl internationaler Expert:innen aus unterschiedlichen Arbeitsgebieten zusammen. Das bringt verschiedene Perspektiven und Erfahrungshintergründe in die Weiterbildung ein und sichert eine hohe fachliche Qualität.
INHALTE DER WEITERBILDUNG
Die folgende Übersicht zeigt einen Auszug aus der thematischen Bandbreite der Weiterbildung. Die konkreten Inhalte, Methoden und ihre Vertiefung erfahren die Teilnehmer:innen im Detail während des Kurses.
Choreografie und praktische Methoden
Im Zentrum steht die praktische Arbeit nach den Best Practices von Theatrical Intimacy Education (USA): Choreografie für die Simulation von Intimität, der Einsatz von Hilfsmitteln wie Modesty Garments sowie Techniken wie De-Roling. Aufbauend auf diesen Grundlagen sind im Laufe der Jahre eigene, ergänzende Methoden entstanden. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Stunt- und Kampfchoreograf:innen, deren Grundlagen der Fight-Choreografie auf dynamische Intimitätsdarstellungen und die Darstellung sexualisierter Gewalt übertragen werden. Ergänzend dazu wurden Anchoring-Techniken für die Choreografie expliziter Darstellungen entwickelt. Grundlage ist immer die Arbeit innerhalb der professionellen Grenzen der Schauspieler:innen, in einem desexualisierten und auf Zustimmung basierenden Arbeitsprozess.
Zusammenarbeit und Kommunikation am Set
Dazu gehören die Zusammenarbeit mit Schauspielenden, mit der Produktion sowie mit Regie und Kamera, außerdem die Teamarbeit im kreativen Prozess. Weitere Themen sind Closed Set Protocols, Konfliktmanagement und ein Verständnis für Machtdynamiken. Der Vermittlung kommunikativer Kompetenzen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu, da sie die Grundlage für die erfolgreiche Vermittlerrolle des Intimacy Coordinators bildet.
Recht, Arbeitsschutz und internationale Standards
Die Weiterbildung vermittelt internationale Guidelines und Best Practices – u. a. die SAG-AFTRA Standards and Protocols –, Grundlagen zu Arbeitsrecht, Arbeitsschutz und Nudity Riders, die Besonderheiten der Arbeit mit Minderjährigen sowie rechtliche Hintergründe und Prävention im Umgang mit sexueller Belästigung und Gewalt.
Diversität, Gender und Antirassismus
Behandelt werden Gender and Sexuality Diversity (LGBTQIA+), Gleichstellung und Diversität in der Filmbranche, die Auswirkungen von Rassismus und Queerfeindlichkeit auf die Darstellung von Intimität sowie Bystander Intervention.
Trauma-Awareness und Selbstfürsorge
Ein eigener Schwerpunkt liegt auf Trauma-Awareness, psychischer erster Hilfe und Selbstfürsorge im Arbeitsalltag als Intimacy Coordinator.
Berufliche Grundlagen und Entwicklung
Abgerundet wird die Weiterbildung durch die Geschichte der Darstellung von Intimität im Film, die Auseinandersetzung mit Berufsethos und Selbstverständnis sowie durch praktische Unterstützung beim Einstieg in den Beruf und der weiteren professionellen Entwicklung.
Ihr Titel
ZEITPLAN WEITERBILDUNGSKURS 2026
Geplanter Beginn der Weiterbildung ist der 21. November 2026 mit einer online Einführung.
Dauer der aktuellen Weiterbildung: Ende November 2026 bis einschließlich März 2027.
Ablauf und Dauer:
- 10 Tage Präsenzveranstaltung in Berlin.
- 18 online Workshops zur Vermittlung von theoretischem Wissen.
- Zur Vertiefung wird die Ausbildung durch Gruppenarbeiten mit anderen Teilnehmer:innen ergänzt. Diese können online stattfinden.
- Zur Vorbereitung der Termine ist es erforderlich ausgewählte Filme und Literatur anzuschauen bzw. zu lesen.
10 Präsenztage jeweils ganztags 9:30 bis 17:30 Uhr (bzw. am 04. und 05.12.2026 von 11:00 bis 19:00 Uhr)
- 04.12. / 05.12. / 06.12. 2026 (Freitag bis Sonntag)
- 08.01. / 09.01. / 10.01. 2027 (Freitag bis Sonntag)
- 05.02. / 06.02. / 07.02. / 08.02. 2027 (Freitag bis Montag)
12 Online Module jeweils Mittwoch Abend von 18:00 bis 21:15 Uhr:
- 09.12. / 16.12. 2026
- 06.01. / 13.01. / 20.01. / 27.01. 2027
- 010.02. / 17.02. / 24.02. 2027
- 03.03. / 10.03 / 17.03. 2027
6 Online Module an Samstagen von 10:30 bis 16:00 Uhr:
- 21.11.2026 (2 Module) Einführung in die Weiterbildung
- 28.11.2026 (2 Module)
- 20.03.2027 (1 Modul) Abschluss der Weiterbildung
156 Unterrichtsstunden gesamt:
- 90 Unterrichtsstunden in Präsenz in Berlin
- 66 Unterrichtsstunden online Training
Hinweis:
Die Abschlussprüfungen finden online im März 2027 statt. Vereinbarung individueller Termine ist möglich.
ABSCHLUSS DER WEITERBILDUNG
Seminararbeit
Zum erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung gehört die Abgabe einer Seminararbeit zu einem einschlägigen Thema im Bereich Intimacy Coordinating. Thema und Abgabetermin werden in Absprache mit der Weiterbildungsleiterin gewählt. Die Seminararbeit hat einen Umfang von mindestens 5 und maximal 12 DIN-A4-Seiten.
Abschlussprüfung
Die Abschlussprüfung besteht aus einem halbstündigen mündlichen Online-Gespräch.
Fehlzeiten
Die Weiterbildung gilt als abgeschlossen, wenn die Fehlzeiten insgesamt nicht mehr als 10 % betragen. Das entspricht maximal 1 vollständigem Präsenztag sowie maximal 1 Online-Modul.
Teilnahmebestätigung
Teilnehmende erhalten nach erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebestätigung.
Zertifikat
Um ein Zertifikat zu erhalten, ist zusätzlich zum erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung der Nachweis einschlägiger Berufserfahrung am Filmset notwendig. Intimacy Coordinator sind „Head of Department“ und müssen die Abläufe am Filmset sowie die einzelnen Positionen innerhalb des Teams gut kennen.
Wer diesen Nachweis zum Abschluss der Weiterbildung noch nicht erbringen kann, sammelt zunächst weitere Erfahrung am Filmset. Innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Weiterbildung kann dann in einem Beratungsgespräch geklärt werden, ob die gesammelten Erfahrungen für ein Zertifikat ausreichen. Es erfolgt eine erneute mündliche Prüfung.
Für das Beratungsgespräch und die zweite Prüfung fällt jeweils eine Gebühr von 75,00 € an.
KOSTEN
Die Kursgebühr beträgt 7.500,00 € brutto.
Reise- und Unterbringungskosten für die Präsenztage sind darin nicht enthalten.
Für einen Teil der Kursgebühr ist häufig eine Förderung möglich – abhängig unter anderem vom Wohnort, vom Land und davon, ob überwiegend selbstständig gearbeitet wird. Eine Garantie auf Förderung gibt es jedoch nicht.
Ein realistischer Blick auf die Finanzierung ist uns wichtig, auch damit die Weiterbildung für Sie ohne finanziellen Druck möglich ist – deshalb ist dieser Punkt Teil unseres Auswahlgesprächs. Gemeinsam schauen wir auf Ihre individuellen Möglichkeiten und ordnen ein, welche Förderwege für Sie infrage kommen könnten.
AUSWAHL REFERENT:INNEN
BARBARA ROHM
Ausbildungsleiterin und Dozentin an künstlerischen Hochschulen. Gründerin des culture change hub, der Expertise und Tools für einen Kulturwandel und faire, sichere und würdevolle Arbeitsbedingungen anbietet. Sie ist Mitinitiatorin und ehemalige Vorständin der Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt.
https://culture-change-hub.de/
LAURA RIKARD
Intimacy Coordinator, Intimacy Choreographer und Stage Movement Specialist
Laura Rikard ist eine erfahrene Schauspielerlehrerin und Assistent Professor an der University of South Carolina Upstate. Gemeinsam mit Chelsea Pace hat sie Theatrical Intimacy Education gegründet und leitet zusammen mit ihr das Weiterbildungsinstitut.
Laura Rikard wird sowohl in Berlin als auch online unterrichten. (Unterrichtssprache Englisch.)
http://www.laurarikard.com/
https://www.theatricalintimacyed.com/
KIM SHIVELY
Intimacy Coordinator and Intimacy Choreographer
Kim Shively ist eine erfahrene Schauspielerlehrerin, Regisseurin und Associate Professor an der Elon University. Sie ist eine Spezialistin für die Arbeit mit Minderjährigen. Seid 2019 ist sie Teil des Ausbildungsteams von Theatrical Intimacy Education.
Kim unterrichtet in Berlin und online. Unterrichtssprache ist Englisch.
https://www.kimshivelycreative.com/about-tie
https://www.theatricalintimacyed.com/
BERNHARD F. STÖRKMANN
Rechstanwalt und geschäfstführender Jusitziar des Bundesverband Schauspiel e.V. BFFS
Als Justiziar der Schauspielgewerkschaft BFFS besitzt er eine langjährige arbeitsrechtliche Expertise im Bereich Film, Fernsehen und Theater. Er ist Mitinitiator und ehemaliger Vorstand der Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt.
MICHÈLE LABELLE
Fight Choreographer, Aerial Operator, Flywoman, Intimacy Coordinaor
HANNAH LESSER
Psychologin in eigener Praxis
Neben iher Tätigkeit als Psychologin (M.Sc. Psychologie) in einere Praxis arbeitet Hannah Lesser seit 2018 bei der Themis Vertrauensstelle gegen sesuelle Belästigung und Gewalt. Sie ist insbesondere zuständig für die Präventionsarbeit der Themis und leitet Seminare wie „Selbstschutz und Empowerment“ oder „Meine Pflichten als Führungskraft“.
DR. JOY BROOKE FAIRFIELD
Assistenzprofessur am Rhodes College in Memphis, TN (Chickasaw/Choctaw-Land)
Dr. Joy Brooke Fairfield arbeitet im Bereich Regie und Produktion und setzt sich für die Entwicklung neuer Arbeitsprozesse ein, die das Leben und die Geschichten von Menschen aus marginalisierten Gruppen in den Mittelpunkt stellen.
https://www.theatricalintimacyed.com/joy-brooke-fairfield-info
KAJA DUNN
Pädagogin, Schauspielerin, Regisseurin und Aktivistin gegen Rassismus
Kaja Dunn ist Assistenzprofessorin und Leiterin des Fachbereichs Schauspiel an der Theaterabteilung der University of North Carolina-Charlotte sowie Lehrbeauftragte für Theatrical Intimacy Education und berät Actor’s Equity in Fragen von Rassismus.
https://www.theatricalintimacyed.com/kaja-dunn-info
CHUN MEI TAN
Intimacy Coordinator, Schauspielerin, Schauspielagentin und Business-Coach (V.I.E.L. Hamburg)
Neben der Begleitung von Schauspielkarrieren in ihrer Agentur Goldbaum-Management arbeitet sie als eine der ersten Intimacy Coordinator in Deutschland, sowie als Schauspiel Coach und systemische Beraterin.
https://goldbaummanagement.de/
NINA MENKES
Regisseurin und Dozentin California Institute of the Arts, USA
Ihr aktueller Film “Brainwashed: Sex-Camera-Power” hatte auf dem Sundance Filmfestival und der diesjährigen Berlinale Premiere und läuft momentan in den Kinos der USA. Anhand von über 175 Schlüsselszenen einflussreicher Filme von den 1940er Jahren bis heute, untersucht er wie Frauen durch Licht, visuelle Effekte, Einstellungswinkel und die Auswahl von Bildausschnitten durch den männlichen Blick dargestellt werden.
https://www.brainwashedmovie.com/
EIN NEUES BERUFSFELD ETABLIERT SICH
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ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Intimacy Coordinating etabliert sich zunehmend als eigenes Department am Set bzw. Gewerk am Theater – vergleichbar mit der Position eines Stunt Coordinators. Auch der Dreh von Sexszenen oder die Darstellung sexualisierter Gewalt ist für Schauspieler:innen Körperarbeit, ähnlich wie eine Tanz- oder Stuntszene. Der Intimacy Coordinator entwickelt die Choreografie der Szene, schließt Risiken wie unerwünschte intime Berührungen oder das Triggern von Traumata aus und setzt die Aktion sicher um. So wie der Dreh von Action- und Kampfszenen heute ohne Stunt Coordinator kaum noch denkbar ist, etabliert sich Intimacy Coordinating zunehmend als Standard für die Inszenierung von Intimität.
Intimacy Coordinator bringen dafür Kompetenzen aus mehreren Bereichen mit: Bewegungs-Coaching, Schauspielführung, Prävention von sexueller Belästigung und Gewalt sowie Trauma-Awareness.
VORTEILE FÜR DIE PRODUKTION
Ein Intimacy Coordinator arbeitet nicht nur mit der Regie und den Schauspieler:innen zusammen, sondern auch mit dem gesamten Team. Sie oder er stellt sicher, dass alle logistischen Besonderheiten, die der Dreh dieser Szenen mit sich bringt, beachtet werden, und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.
· Höhere Qualität der Szenen
· Reibungsloser Ablauf in der Vorproduktion sowie am Set und dadurch Zeitersparnis
· Arbeitsschutz: geeignete Schutzmaßnahmen für die jeweilige Situation
· Prävention gegen sexuelle Belästigung und Gewalt
VORTEILE FÜR DIE REGIE
Das Inszenieren von intimen Inhalten ist für viele Regisseur:innen herausfordernd. In ihrer Ausbildung wurden sie darauf meist nicht vorbereitet, sodass jede und jeder mehr oder weniger eigene Strategien in der Zusammenarbeit mit den Schauspieler:innen entwickelt hat. Intimacy Coordinator unterstützen die Regie dabei, diese Szenen als Choreografie zu behandeln – so kann genau die Geschichte erzählt werden, die erzählt werden soll, ohne sich auf Zufall oder die private Erfahrung der Schauspieler:innen verlassen zu müssen.
· Gute Vorbereitung der Schauspieler:innen auf die Szene trotz knapper Probenzeiten beim laufenden Dreh
· Inszenierung in einer Atmosphäre von Vertrauen und Respekt
· Professionelle Choreografie der Bewegungen und der authentischen Simulation von Sexualität
· Die Last der Inszenierung liegt nicht allein auf den Schultern der Schauspieler:innen
· Unterstützung bei der Kommunikation in Krisensituationen
VORTEILE FÜR DAS SCHAUSPIEL
Dargestellt wird die Intimität der Rolle – gearbeitet wird dabei mit dem eigenen, privaten Körper. Ein Intimacy Coordinator schafft einen Raum der Sicherheit, des Vertrauens und der Zustimmung, in dem die eigenen Grenzen offen kommuniziert und mithilfe geeigneter Werkzeuge gewahrt werden. So können Schauspieler:innen auch das Herausfordernde einer intimen Szene – bis hin zu Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt – im kreativen Spiel ausdrücken und risikofrei darstellen.
· Die Szenen werden in einem kreativen wie technischen Prozess gemeinsam choreografiert
· Optimales Coaching für die Entwicklung der Rolle: Dargestellt wird die Sexualität der Figur, nicht die private der Schauspielerin oder des Schauspielers
· Ein geschützter Raum bei Proben und Dreh, getragen von einer Kultur der Zustimmung, die ein Nein als kreative Herausforderung begreift
· Mehr Probenzeit steht zur Verfügung
· Modesty Garments stehen zur Verfügung, ihr professioneller Einsatz ist gewährleistet
In Kooperation mit dem Bundesverband Schauspiel e.V. BFFS

Bisherige Unterstützer:innen:


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